Sexualtherapeut:in/-berater:in (zert.)

Eine Person mit diesem Profil hat eine zertifizierte Weiterbildung speziell in Sexualberatung oder Sexualtherapie. Sie ist deine Ansprechperson, wenn es in eurer Beziehung vor allem im Bett hakt – bei unterschiedlicher Lust, Schmerzen, Erektions- oder Orgasmusproblemen oder wenn Sex zum Streitthema geworden ist. Wie tief die Ausbildung geht und ob die Person auch allgemeine Paarkonflikte begleitet, zeigt ihr Profil.

Was bedeutet diese Qualifikation?

Hinter der Bezeichnung steht eine abgeschlossene, zertifizierte Weiterbildung, die sich ausdrücklich mit Sexualität beschäftigt – mit Lust und Unlust, mit Körper und Scham, mit sexuellen Funktionsstörungen und mit der Frage, wie zwei Menschen mit ganz unterschiedlichen Wünschen trotzdem zueinanderfinden. Angeboten werden solche Weiterbildungen zum Beispiel von Fachgesellschaften wie der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) oder von Instituten mit eigenen Methoden, etwa Sexocorporel oder der syndyastischen Sexualtherapie.

Der Schrägstrich im Titel hat dabei eine Bedeutung. Sexualberatung ist oft der niedrigschwellige Einstieg: Informationen, Orientierung, Gespräche über Wünsche, Grenzen und Unsicherheiten. Sexualtherapie geht meist tiefer und richtet sich auch an konkrete sexuelle Störungen, die schon länger bestehen und belasten. Beides kann sehr wirksam sein. Nur eben an unterschiedlichen Stellen.

Passt diese Qualifikation zu meinen Paarproblemen?

Sehr gut aufgehoben bist du hier, wenn Sexualität der Kern eures Themas ist. Einer von euch will ständig, der andere eigentlich nie – und beide fühlen sich deshalb schlecht. Seit der Geburt des Kindes läuft gar nichts mehr. Es tut weh. Es klappt nicht. Es kommt nicht zum Orgasmus – oder viel zu schnell. Nach einer Affäre fühlt sich Nähe plötzlich bedrohlich an. Oder ihr habt einfach nie gelernt, über Sex zu sprechen, und merkt jetzt: Schweigen ist auch eine Antwort. Nur keine gute.

Auch bei Themen rund um sexuelle Orientierung, Identität oder unterschiedliche Vorlieben kann eine sexualtherapeutisch ausgebildete Person ein sicherer, unaufgeregter Gesprächsrahmen sein.

Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle therapeutische Beratung.

Passende Therapiepersonen