Bild bereitgestellt durch Kathrin Schallenberg

Kathrin Schallenberg

M. Sc. Psychologie, Psychologische Psychotherapeutin, in Zertifizierung zur Schematherapeutin


https://psychotherapie-schallenberg.de/

Spezialisiert u. a. auf

Kommunikation & Konflikte

Probleme bei wichtigen Entscheidungen

Partnerschaft als Eltern

Psychisches Leiden eines Partners

Trennungsgedanken

Arbeitsweise

verhaltenstherapeutisch

schematherapeutisch

traumasensibel/-zentriert

Kommunikationstraining

Ausbildung

Psycholog:in (Dipl./M.Sc.)

Psychologische:r Psychotherapeut:in (appr.)

Über Kathrin Schallenberg

Grundhaltung und Werte

Mir ist eine wertschätzende Haltung gegenüber meinen Patient*innen und Klient*innen sehr wichtig. Ich bin fest davon überzeugt, dass es sehr wertvoll und wichtig ist, die Biographie und Bedürfnisse von Menschen zu verstehen, um aktuelles Verhalten angemessen einordnen und verstehen zu können. Ich lege Wert darauf, transparent zu arbeiten, sodass die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, nachvollziehen können, warum welche Methoden vorgeschlagen werden und warum ich diese als hilfreich erachte. Die Paartherapie soll ein geschützter Raum sein, in dem sich Menschen frei ausdrücken und sich öffnen sowie gleichzeitig auf sich und ihre Grenzen achten dürfen.

Spezifische Arbeitsweise

Paarbeziehungen stehen oftmals vor zahlreichen Herausforderungen. Der Übergang von einer reinen Paarbeziehung zum Elterndasein ohne sich als Paar komplett zu verlieren. Die Vereinbarkeit von beruflichen Anforderungen und der Partnerschaft. Der Umgang damit, wenn eigene Wünsche und Autonomiebedürfnisse mit Bedürfnissen meiner Partnerperson nicht übereinstimmen. Das Erleben von Untreue einer Partnerperson.

Und noch vieles mehr.

Vielleicht kennen Sie es, dass Sie immer wieder an denselben Punkten in der Partnerschaft in Konflikt geraten, Sie den Prozess aber trotzdem irgendwie nicht beeinflusst bekommen. Vielleicht sind Sie auch an dem Punkt, an dem Sie einander viel anschweigen und gar nicht mehr so recht wissen, wie Sie miteinander sprechen sollen. Manchmal befindet man sich in der Partnerschaft an einem Punkt, an dem es hilfreich ist, eine neutrale, weitere Partei hinzuziehen, die bei der Bearbeitung der partnerschaftlichen Themen unterstützt.

Es ist mir wichtig, dass wir zu Beginn der Paartherapie gut klären, mit welchem Auftrag an mich und mit welchen Zielen Sie in die Paartherapie kommen. Es soll neben der Bearbeitung Ihrer Anliegen und potentiellen Problemstellungen auch eine Stärkung Ihrer Ressourcen als Paar ihren Platz finden.

Im Rahmen der Paartherapie bringe ich die Schematherapie mit ein.

Die Schematherapie nimmt an, dass es Auswirkungen hat, wenn wir in unserer Kindheit und Jugend emotionale Grundbedürfnisse nicht ausreichend erfüllt bekommen. Zu emotionalen Grundbedürfnissen gehört beispielsweise Liebe, Anerkennung und Zuneigung zu erhalten, ohne dass wir dafür etwas leisten müssen. Es ist unrealistisch – und in meinen Augen auch nicht notwendig oder gut – immer direkt alle Bedürfnisse erfüllt zu bekommen – Stichwort Entwicklung einer gesunden Frustrationstoleranz. Es ist auch wichtig für uns zu lernen, dass wir manchmal Bedürfnisse nicht (unmittelbar) erfüllt bekommen. Werden wichtige emotionale Grundbedürfnisse jedoch sehr stark frustriert oder dauerhaft nicht erfüllt, beeinflusst dies,

– wie wir fühlen und handeln
– was wir über uns und anderen denken und
– was wir in Interaktion mit anderen Menschen erwarten.

Es bilden sich sogenannte Schemata, die aus Gefühlen, Gedanken, Körperempfindungen und Verhaltensweisen bestehen. Ein Beispiel für ein Schema ist „Im Stich gelassen“ – die Annahme, dass ich mich ohnehin nicht auf andere verlassen kann. Als Reaktion darauf könnte ich beispielsweise versuchen, mich möglichst nicht von anderen abhängig zu machen, um nicht enttäuscht zu werden. Die beschriebene Reaktion stellt einen sogenannten Bewältigungsmechanismus dar.

Da es sehr viele Schemata gibt und oftmals mehr als eins aktiv ist – und es zusätzlich auch häufig mehr als eine Bewältigungsstrategie gibt – wurde das sogenannte Modusmodell entwickelt. Dabei geht es um die Arbeit mit Modi oder auch inneren Anteilen, die mit für sie typischen Gefühlen, Gedanken, Körperempfindungen und Handlungen verknüpft sind. Die eigenen Modi und damit verbundenen Gefühls-, Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verstehen, ist immens hilfreich, um an diesen arbeiten zu können.

Warum und wann ist es sinnvoll, schematherapeutische Ansätze in die Paartherapie zu integrieren? Dies hat sich insbesondere dann als hilfreich erwiesen, wenn die eigenen Kindheits- und Bindungserfahrungen die Partnerschaft beeinflussen.

Ein fiktives Beispiel: Partnerperson A’s Mutter hat unter einer schweren chronischen Erkrankung gelitten. Infolgedessen war wenig Raum für Partnerperson A’s Gefühle und Bedürfnisse, da zunächst immer im Mittelpunkt stand, auf die Mutter Rücksicht zu nehmen und dafür zu sorgen, dass sich die Symptomatik nicht verschlechtert. Partnerperson A hat also gelernt

– möglichst wenig Raum einzunehmen und „unkompliziert“ zu sein („Ich bin nicht wichtig.“)
– dass die eigenen Gefühle und Bedürfnisse kaum Platz haben in Beziehungen. Sie hat dementsprechend auch nie gelernt, diese gut wahrzunehmen und adäquat für diese einzustehen.

Wenn Partnerperson B nun einen stressigen Tag und wenig Kapazitäten hat, sich nach Partnerperson A’s Befinden zu erkundigen und darauf Rücksicht zu nehmen, verletzt Partnerperson A dies stark, da „alte Gefühle“ wie Traurigkeit aus der Kindheit wieder aktiviert werden. Da Partnerperson A nicht gelernt hat zu äußern, wie es ihr geht und was sie braucht, schweigt sie so lange, bis sie es nicht mehr aushält – woraufhin ein großer Konflikt entsteht. Partnerperson B kann gar nicht nachvollziehen, wo plötzlich all der Ärger herkommt und reagiert eher ungehalten, da sie auch unter hoher Belastung steht. Außerdem bringt sie ja ebenfalls ihre eigene Biographie mit…

So oder so ähnlich entstehen oftmals aus vermeintlich kleinen Situationen große Konflikte. Oft geht es weniger um den Inhalt oder die Situation an sich, als darum, wie diskutiert oder gestritten und über Gefühle und Bedürfnisse kommuniziert wird. Wir gehen davon aus, dass frühere belastende Erlebnisse und Beziehungserfahrungen die heutige partnerschaftliche Beziehung beeinflussen, indem die Wahrnehmung der Situation und das Verhalten der beteiligten Personen beeinflusst wird. Oftmals stecken Partnerpersonen in nicht hilfreichen Interaktionsmustern fest. Diese Interaktionsmuster zu erkennen und zu durchbrechen, stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer konstruktiveren Kommunikation und der Bewältigung belastender Probleme dar.

Ich möchte Sie bei dem Prozess, eigene Modi und die der Partnerperson sowie nicht hilfreiche Interaktionsmuster zu verstehen und letztere zu durchbrechen, unterstützen. Dabei kann es sinnvoll sein, neben gemeinsamen Paarsitzungen auch ergänzende Einzelsitzungen wahrzunehmen.

Sollten Sie sich bereits in einer Einzeltherapie befinden, tausche ich mich auf Ihren Wunsch hin und mit einer entsprechenden Schweigepflichtsentbindung gerne mit den mitbehandelnden Kolleg*innen aus.

Online-Sitzungen möglich: Nein
Kerstingskamp 7, 48159 Münster

Dauer einer Paar-Sitzung

60Minuten

Information

Quelle der Daten: Eigene Angaben für diese Website durch Praxisinhaber:in.

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